Mit unserem Geschäftsbericht möchten wir als Vorstand über unsere Arbeit und die Entwicklung der Jugendpresse Rheinland in 2025 berichten. Der gesamte Bericht kann auch hier als PDF abgerufen werden.
Vorwort

Lieber Leser*innen,
die Medienlandschaft befindet sich im Wandel und mit ihr die Anforderungen an diejenigen, die sie künftig mitgestalten. Journalismus ist heute mehr denn je gefordert, vielfältige Perspektiven abzubilden, Orientierung zu bieten und Vertrauen zu schaffen.
Die Jugendpresse Rheinland setzt genau hier an: Wir befähigen junge Menschen, selbst journalistisch aktiv zu werden, eigene Themen zu setzen und ihre Perspektiven in den öffentlichen Diskurs einzubringen. Denn eine vielfältige Medienlandschaft entsteht nicht allein durch Debatten über Repräsentation, sondern vor allem dadurch, dass mehr unterschiedliche Menschen selbst Medien machen.
Das Geschäftsjahr 2025 hat gezeigt, wie relevant dieser Ansatz ist. Mit wachsender Mitgliederzahl, neuen und weiterentwickelten Projekten sowie einer stärkeren digitalen Infrastruktur konnten wir unsere Angebote ausbauen und mehr junge Menschen erreichen als im Vorjahr.
Formate wie die Jugendredaktion auf der games-com, praxisnahe Workshops oder die Wieder-belebung des REFLEKT-Magazins schaffen konkrete Zugänge zum Journalismus – niedrigschwellig, praxisorientiert und nachhaltig.
Dabei verstehen wir uns nicht nur als Anbieter von Bildungsangeboten, sondern als Netzwerk, das junge Menschen langfristig begleitet: vom ersten Interesse über erste Veröffentlichungen bis hin zu konkreten beruflichen Perspektiven im Medienbereich.
Unser besonderer Dank gilt allen Förder*innen und Partnerorganisationen, die diese Arbeit ermöglichen und mittragen. Ihre Unterstützung schafft die Grundlage dafür, dass junge Menschen ihre Stimme finden und sich aktiv in die Medienlandschaft einbringen können.
Wir sind überzeugt: Wer heute in junge Perspektiven investiert, stärkt den Journalismus von morgen.

Innenleben
Eine neue Fassade
Jugendpresse Rheinland ihre visuelle Identität grund-legend weiterentwickelt und modernisiert. Während die konzeptionelle Ausarbeitung durch Vanessa Wobb und Florian Jansen bereits im Jahr 2024 erfolgte, wurde das Erscheinungsbild im Geschäftsjahr 2025 konsequent in der Öffentlichkeit umgesetzt. Ziel war es, die Wiedererkennbarkeit zu stärken und die Positionierung als journalistischer und medienpädagogischer Akteur in Nordrhein-Westfalen klarer herauszuarbeiten.

Das neue Logo greift zentrale Elemente des bisherigen Erscheinungsbildes auf und führt diese konsequent weiter. Das Motiv des Rheins bleibt als identitätsstiftendes Symbol erhalten und verweist weiterhin auf die regionale Verankerung des Vereins.
Auch die Farbwelt wurde bewusst weiterent-wickelt: Die Grundtöne Grün und Rot mit Bezug zum Land Nordrhein-Westfalen bestehen fort, wurden jedoch modernisiert und differenzierter eingesetzt. Das zuvor dominante Signalrot, das teilweise negativ konnotiert war, wurde zugunsten einer angepassten Farbgestaltung zurückgenommen. Stattdessen schafft der Einsatz von Pink in Kombination mit einem dunkleren Grün einen zeitgemäßen und visuell ausgewogeneren Kontrast. Gleichzeitig wird durch diese Farbwahl eine stärkere Nähe zum Leuchtturmprojekt – der Jugendredaktion auf dem Jugendforum NRW im Rahmen der gamescom – hergestellt.
Auch die Formensprache wurde weiterentwickelt: Die quadratische Grundform bleibt erhalten, wird nun jedoch als stilisierte Sprechblase lesbar. Dieses Gestaltungselement verweist bewusst auf Kommunikation, Austausch und Öffentlichkeit und unterstreicht damit den journalistischen Kern der Vereinsarbeit
Im Jahr 2025 wurde das Corporate Design durchgängig in der Außenkommunikation angewendet – von Social Media über Veranstaltungsformate bis hin zu Publikationen und digitalen Angeboten. Dadurch entstand ein konsistentes Erscheinungsbild, das Orientierung bietet und die Wiedererkennbarkeit des Vereins nachhaltig stärkt.
Unser Fundament: Unsere Mitglieder
Die Mitglieder der Jugendpresse Rheinland bilden das Fundament der Vereinsarbeit. Sie sind nicht nur Teilnehmende, sondern gestalten Projekte aktiv mit, übernehmen Verantwortung in redaktionellen Kontexten und tragen die inhalt-liche Ausrichtung des Vereins mit.
Im Jahr 2025 entwickelte sich die Mitgliederzahl deutlich positiv: Von 164 Mitgliedern im Januar wuchs der Verein auf 237 Mitglieder zum Jahresende an. Das entspricht einem Zuwachs von 73 Personen beziehungsweise rund 45 %.
Besonders dynamisch verlief die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte.
Die Altersstruktur zeigt einen klaren Schwerpunkt im Bereich der aktiven Zielgruppe: Mit 132 Mitgliedern stellen die 19- bis 26-Jährigen die größte Gruppe dar, gefolgt von 43 Mitgliedern im Alter von 15 bis 18 Jahren. Diese Altersgruppen bilden den Kern der aktiven Projektarbeit und nehmen die Angebote der journalistischen Nachwuchsförderung besonders intensiv wahr.
Mit 58 Mitgliedern im Alter ab 27 bis 40 Jahren verfügt der Verein zugleich über eine stabile Gruppe an Fördermitgliedern. Diese unterstützen die Arbeit der Jugendpresse Rheinland finanziell und tragen damit wesentlich zur nachhaltigen Absicherung der Projekte bei.
Die Geschlechterverteilung auf einen Blick:
68 % männlich, 28 % FLINTA*-Personen, 3 % ohne Angabe (worunter auch Redaktionsmitglied-schaften fallen).
Ein weiterer zentraler Indikator für die Aktivität im Verein ist der Jugend-Presseausweis (JPA). Im Jahr 2025 wurden insgesamt 93 Ausweise beantragt bzw. ausgestellt.
Finanzreferat
Die Jugendpresse Rheinland blickt auf ein finanziell sehr erfolgreiches Jahr zurück. Über Zuwendungen, Mitgliedsbeiträge, Spenden und Rechnungsleistungen konnten zahlreiche Pro-jekte und Services für junge Medienmacher*innen finanziert sowie zukunftsweisende Investitionen getätigt werden.
Insgesamt verlief das Geschäftsjahr positiver als ursprünglich prognostiziert. Insbesondere der kontinuierliche Anstieg der Mitgliedszahlen sowie die erhöhte Nachfrage nach dem Jugend-Presseausweis (JPA) wirkten sich unmittelbar stabilisierend auf die Einnahmesituation aus. Gleichzeitig trugen konsequente Einsparungen und zusätzliche Rechnungsleistungen in der Projektarbeit dazu bei, die Ausgaben zu verringern.
Trotz einer allgemein angespannten Förderlage konnte die Jugendredaktion auf der gamescom erfolgreich finanziert und durchgeführt werden. Das Projekt ermöglichte es über 25 jungen Menschen, den journalistischen Redaktionsalltag direkt auf der Messe praxisnah kennenzulernen. Zudem konnten in diesem Jahr kleinere Workshops und Redaktionsbesuche stattfinden, die gezielt Medienkompetenz vermittelten und gleichzeitig die Reichweite sowie die Bekanntheit des Verbandes nachhaltig erweiterten.
Ein wesentlicher Schwerpunkt lag im Berichtsjahr auf der Weiterentwicklung interner Strukturen und der Entlastung des Ehrenamts. Die Implementierung einer neuen Buchhaltungssoftware vereinfacht die finanzielle Verwaltung für den ehrenamtlichen Finanzvorstand erheblich.
Die Digitalisierung von Erstattungsanträgen verkürzte zudem Bearbeitungszeiten und erleichterte den Aktiven die Abrechnung ihrer Ausgaben. Darüber hinaus wurde eine Lösung für digitale Unterschriften eingeführt, sodass Verträge und weitere Verwaltungsdokumente nun effizient und papierfrei abgewickelt werden können. Diese Maßnahmen sowie ergänzende Investitionen in Technik, Social Media und den eigenen Onlineauftritt stellen die Jugendpresse Rheinland für die kommenden Jahre strukturell solide auf.
Auf Vorstandsebene war im Berichtsjahr weiterhin Moritz Bayerl als Finanzvorstand für das Ressort zuständig. Detaillierte Informationen sind dem ausführlichen Finanzbericht zu entnehmen.
Zusammenarbeit im Bundesverband
Die Jugendpresse Rheinland ist aktives Mitglied im Bundesverband junger Medienmacher*innen, der Jugendpresse Deutschland e.V. (JPD). Ein regelmäßiger Austausch sowie die kontinuierliche Vernetzung mit dem Bundesverband und den weiteren Landesverbänden bildeten auch 2025 eine zentrale Säule unserer Verbandsarbeit.
Ein wichtiger Bestandteil dieses Engagements war die aktive Teilnahme an den Mitglieder-versammlungen der Jugendpresse Deutschland – im Frühjahr in Würzburg und im Herbst in Hamburg. Hierbei standen nicht nur die inhaltliche und strategische Abstimmung im Bundesverband im Fokus, sondern auch die aktive Mitgestaltung der bundesweiten Verbandsstrukturen.
Besonders hervorzuheben ist in diesem Kontext unsere maßgebliche Mitentwicklung und Einbringung eines Geschlechterstatuts für den Bundesverband. Damit hat die Jugendpresse Rheinland einen entscheidenden Beitrag geleistet, um strukturelle Ungleichheit innerhalb des gesamten Netzwerks anzugehen. Zur Stärkung der eigenen Strukturen und der überregionalen Vernetzung nutzten die Aktiven der Jugendpresse Rheinland zudem intensiv die internen Weiterbildungs-wochenenden des Formats „Jugendpresse +“. Die Teilnahmen an den Veranstaltungen in Mün-ster, welche sich dem politischen Engagement in Non-Profit-Organisationen widmete, in Rostock, welche dem Thema Diversität verschrieben war sowie in Magdeburg mit dem Schwerpunkt Aktiven-Onboarding und Redaktionsaufbau, boten wertvolle Impulse für unsere eigene Verbandsentwicklung.
Ein weiterer Vorteil der Kooperation mit dem Bundesverband stellte die gemeinsame Ausrichtung der Veranstaltung „KI für Medien-menschen“ dar. Durch dieses Format konnten wir zukunftsweisende technologische Entwicklungen aufgreifen und praxisnah an unseren Mediennachwuchs vermitteln.

Digitales
Social Media
Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung stellt Social Media einen zentralen Baustein der Kommunikations- und Vermittlungsstrategie der Jugendpresse Rheinland dar. Über die Plattformen Instagram und TikTok werden sowohl Mitglieder als auch Interessierte adressiert und früh-zeitig über Vereinsaktivitäten, Veranstaltungen und Beteiligungsmöglichkeiten informiert.
Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf einer zielgruppenorientierten und niedrigschwelligen Aufbereitung von Informationen – insbesondere im Hinblick auf Workshops, Redaktionsangebote und weitere Formate der journalistischen Nachwuchsförderung.
Formate

Im Berichtsjahr wurden mehrere wiederkehrende Kurzvideoformate etabliert, die der Vermittlung journalistischer Inhalte sowie der Community- Bindung dienen.
Ein zentrales Format ist die Reihe zur Vermittlung journalistischer Grundlagen. In kurzen, klar strukturierten Videos werden zentrale Aspekte journalistischer Arbeit aufgegriffen – darunter Darstellungsformen, medienrechtliche Instrumente wie die Gegendarstellung sowie aktuelle Themen wie der Tag der Pressefreiheit oder News Fatigue. Die Inhalte werden von festen Presenter*innen umgesetzt und verbinden fachliche Einordnung mit einer adressatengerechten Aufbereitung.
Ergänzend dazu wurden Kurzvideoformate für Veranstaltungsrückblicke eingeführt. Sie schaffen Transparenz über die Projektarbeit und tragen gleichzeitig dazu bei, Interessierte für zukünftige Angebote zu gewinnen.
Mit der Reihe „Auf ein Spaßgetränk mit …“ wurde zudem ein dialogorientiertes Interviewformat etabliert. In diesem Short-Form-Content beantworten Medienschaffende Fragen der Community zu ihren jeweiligen Schwerpunkten. Die Fragen werden im Vorfeld über Instagram-Stories gesammelt und strukturiert aufbereitet, wodurch ein partizipativer Zugang geschaffen wird.
Neben Videoformaten werden gezielt klassische Carousel-Posts eingesetzt. Diese dienen insbesondere der frühzeitigen Ankündigung von Veranstaltungen sowie der kompakten Wissensvermittlung, etwa im Kontext gesellschaftlich relevanter Themen wie dem World Mental Health Day. Durch die Kombination aus visueller Struktur und prägnanter inhaltlicher Aufbereitung ermöglichen sie eine schnelle und zugleich fundierte Informationsvermittlung.
Zur nachhaltigen Bereitstellung von Informationen werden Instagram-Highlights genutzt. Diese bündeln dauerhaft relevante Inhalte, etwa zu anstehenden Veranstaltungen, zur Mitgliedschaft sowie zur Beantragung des Jugend-Presse-ausweises, und erleichtern so die Orientierung.
Social Media als Kommunikationskanal
Neben der Informationsvermittlung dient Social Media auch als direkter Kommunikations-kanal. Anfragen von Interessierten und Mitgliedern werden zeitnah beantwortet, wodurch eine nie-drigschwellige Kontaktaufnahme ermöglicht und die Bindung an den Verein gestärkt wird.
Reichweite und Zielgruppenansprache
Die Entwicklung der Reichweiten zeigt eine kontinuierliche positive Tendenz: Im Berichtszeitraum konnten rund 100 neue Follower*innen auf Instagram sowie 188 auf TikTok gewonnen werden. Die Inhalte erreichten dabei regelmäßig über die bestehende Community hinaus zusätzliche Nutzer*innen.
Die angesprochene Zielgruppe liegt schwerpunktmäßig im Alter zwischen 18 und 34 Jahren, mit einer nahezu ausgeglichenen Geschlechterverteilung.
Umstellung der Vereinssoftware
Im Zuge der weiteren Digitalisierung interner Prozesse hat die Jugendpresse Rheinland im Berichtsjahr den Wechsel von der bisherigen Plattform „AHOI“ zur Vereinssoftware „Campai“ vollzogen. Ziel der Umstellung war es, bestehende Abläufe zu vereinfachen, zu bündeln und langfristig effizienter sowie zukunftsfähig zu gestalten.
Mit Campai konnte insbesondere der Antrags-und Verwaltungsprozess vollständig digitalisiert werden. Mitgliedschaften und interne Abläufe lassen sich nun vollständig digital und ohne Wechsel zwischen verschiedenen Systemen abbilden, was sowohl die Nutzerfreundlichkeit für Interessierte als auch die interne Bearbeitung deutlich verbessert.
Darüber hinaus bietet die neue Software erweiterte Optionen im Veranstaltungsmanagement. Veranstaltungen können strukturiert erfasst, verwaltet und direkt in die Website eingebunden werden, wodurch Prozesse transparenter und effizienter gestaltet werden.
Ein weiterer zentraler Vorteil liegt in der (teil-)automatisierten Buchhaltung. Finanzrelevante Vorgänge können systematisch erfasst und verarbeitet werden, was die interne Organisation entlastet und die Nachvollziehbarkeit von Finanzströmen erhöht.
Mit der Entscheidung für Campai setzt die Jugendpresse Rheinland bewusst auf eine Software-lösung mit langfristiger Perspektive. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Plattform ermöglicht es, zukünftige Anforderungen flexibel abzubilden und die eigenen digitalen Strukturen nachhaltig auszubauen.
Digitaler Antragsprozess für den Jugend-Presseausweis (JPA)
Im Berichtsjahr wurde der Antragsprozess für den Jugend-Presseausweis (JPA) vollständig digitalisiert. Ziel war es, den Zugang zum Ausweis niedrigschwelliger, barriereärmer und zeitgemäß zu gestalten, Bearbeitungszeiten zu verkürzen und interne Abläufe effizienter zu organisieren.
Interessierte können den Antrag nun vollständig online stellen und alle erforderlichen Nachweise digital einreichen. Die Antragstellung erfolgt damit durchgängig in einem digitalen System, ist damit orts- und zeitunabhängig nutzbar und reduziert insbesondere Hürden, die durch analoge Verfahren entstehen.
Zugleich ermöglicht der digitale Prozess eine strukturierte und nachvollziehbare Prüfung der eingereichten Arbeitsproben. Dies unterstützt einen transparenten und einheitlichen Vergabeprozess und stärkt den Anspruch, den Jugend- Presseausweis als seriösen Nachweis journalis-tischer Tätigkeit zu positionieren.
Relaunch der Webseite
Im Zuge der Weiterentwicklung des Corporate Designs wurde auch die Website der Jugendpresse Rheinland grundlegend neu konzipiert und technisch wie inhaltlich überarbeitet. Die Website fungiert als zentrale Anlaufstelle für alle Aktivitäten des Vereins und bündelt Informationen zu Veranstaltungen, Projekten, Mitgliedschaft sowie zum Jugend-Presseausweis.
Der neuangelegte Mitgliederbereich stellt Inhalte exklusiv für Mitglieder bereit. Dazu zählen unter anderem E-Books zur Unterstützung für den Einstieg in den Journalismus. Durch eine klare Struktur und verbesserte Nutzer*innenführung sind Angebote schnell auffindbar und ermöglichen einen niedrigschwelligen Zugang zu den Aktivitäten des Vereins. Dabei wurde auch auf eine barrierearme Gestaltung Wert gelegt, um die Nutzung für unterschiedliche Zielgruppen zu erleichtern.
REFLEKT-Magazin
Mit der Wiederbelebung des REFLEKT-Magazins hat die Jugendpresse Rheinland 2025 eine zentrale publizistische Plattform für junge Medienschaffende reaktiviert und strategisch weiterentwickelt.
REFLEKT richtet sich an Mitglieder, die eigen-ständig journalistisch arbeiten möchten – unabhängig davon, ob bereits Erfahrung vorhanden ist oder erste Schritte im Journalismus gemacht werden. Im Mittelpunkt steht dabei der praktische Einstieg: Eigene Recherchen, Texte und Themenideen werden entwickelt und veröffentlicht.
Das Magazin ist bewusst offen angelegt: Inte-ressierte können eigene Beiträge einreichen und erste journalistische Erfahrungen sammeln, ohne an feste redaktionelle Strukturen gebunden zu sein. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, sich für eine feste Mitarbeit in der Redaktion zu entscheiden und regelmäßig an der inhaltlichen Gestaltung des Magazins mitzuwirken.
Beiträge entstehen in unterschiedlichen Formaten – von regulären Berichten, über Reportagen und Interviews bis hin zu Meinungsbeiträgen – und spiegeln die thematische Vielfalt junger Perspektiven wider. Ein zentraler Bestandteil ist die redaktionelle Begleitung durch die Chefredaktion. Eingereichte Texte werden geprüft und mit Feedback versehen, wodurch journalistische Sorgfalt vermittelt und die individuelle Weiterentwicklung der Autor*innen unterstützt wird.
Die redaktionelle Begleitung erfolgt durch eine Chefredaktion aus ausgebildeten Journalistinnen, die selbst früh eigene erste Schritte im Journalismus gemacht haben. Durch diese Erfahrung bringen sie ein fundiertes Verständnis für die Herausforderungen am Einstieg in die Medienbranche mit und können die Autor*innen gezielt unterstützen. Sie wissen aus eigener Praxis, wie wichtig niedrigschwellige Veröffentlichungs-möglichkeiten sind, und gestalten das Magazin entsprechend als fördernden und realitätsnahen Lernraum.
Durch die Wiederbelebung von REFLEKT wurde ein Angebot gestärkt, das Veröffentlichung, Lernen und Orientierung miteinander verbindet: Das Magazin dient als erste Bühne für eigene Inhalte sowie als Möglichkeit, Arbeitsproben für Studium und Beruf aufzubauen.

Projekte
Workshop: “Grundlagen Fotografie”

Der Fotoworkshop „Grundlagen Fotografie“ mit dem Event- und Konzertfotografen sowie Social- Media-Menschen Marcel Randazzo ermöglichte acht Teilnehmenden im Alter von 12 bis 26 Jahren am 5. Juli 2025 in Köln einen praxisnahen Einstieg in die Fotografie und visuelle Berichterstattung.
Im Mittelpunkt stand das eigenständige Arbeiten mit Kamera und verschiedenen Objektiven – von technischen Grundlagen wie Belichtung, Blende und ISO bis hin zu Bildaufbau, Perspektive und dem gezielten Einsatz von Licht. Die Teilnehmenden setzten das Gelernte direkt in praktischen Übungen um und arbeiteten an kreativen Fotoaufgaben. Ein Fokus lag auch auf der gemeinsamen Reflexion der entstandenen Bilder: In Feedbackrunden wurden Aufnahmen analysiert und besprochen, wodurch ein vertieftes Verständnis dafür entstand, welche Faktoren die Qualität und Aussagekraft eines Bildes beeinflussen.
Unterstützt wurde der Workshop durch die Kooperation mit Nikon, die Kameras für die praktische Arbeit zur Verfügung stellten. Dies ermöglichte den Teilnehmenden, unter realitätsnahen Bedingungen mit professioneller Technik zu arbeiten. Diese Kooperation soll in weiteren Workshops fortgeführt werden.
Online-Workshop: “KI für Medienmenschen”
Mit dem Online-Workshop „KI für Medien-menschen“ griff die Jugendpresse Rheinland am 20. September 2025 ein zentrales Zukunftsthema des Journalismus auf und vermittelte jungen Medienschaffenden einen fundierten und verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz.
Im vierstündigen Workshop erhielten 21 Teilnehmende im Alter von 14 bis 26 Jahren einen praxisnahen Überblick über die Funktionsweise zentraler KI-Modelle und deren Einsatzmöglichkeiten im medialen Alltag. Im Fokus stand dabei die Einordnung von KI als Werkzeug journalistischer Arbeit, nicht als Ersatz. Die Inhalte umfassten unter anderem die Nutzung von KI für Rechercheprozesse, das Schreiben und Überarbeiten von Texten, die Generierung und Bearbeitung visueller Inhalte sowie rechtliche Grundlagen im Umgang mit KI. Ergänzt wurde der Workshop durch den direkten Austausch mit dem Referenten Jonathan Kemper, der als Journalist und KI-Experte Einblicke in aktuelle Entwicklungen und praktische Anwendungen gab.
Der Workshop leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Medienkompetenz im digitalen Wandel. Das Angebot wurde im Rahmen des Projekts „nah:dran – Medien für alle“ umgesetzt und durch das Bundesministerium im Programm „Demokratie leben!“ gefördert.
Workshop: “1×1 des Medienrechts”
Im Rahmen der Medienstudierendentagung (MeStuTa) in Duisburg führte die Jugendpresse Rheinland einen zweistündigen Medienrechtsworkshop durch. Ziel des Formats war es, angehenden Medienschaffenden essenzielles juristisches Grundlagenwissen für den Redaktionsalltag praxisnah und verständlich zu vermitteln.
Inhaltlich widmete sich der Workshop zentralen rechtlichen Fragestellungen der journalistischen Arbeit, wobei insbesondere Urheber- und Bildrechte, Gegendarstellungs- und Unterlassungs-ansprüche, der Umgang mit Leserbriefen sowie die Verdachtsberichterstattung im Fokus standen.
Methodisch setzte das Format auf eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Im Anschluss an den fachlichen Input wandten die Teilnehmenden das neu erworbene Wissen direkt an, indem sie in Kleingruppen konkrete juristische Fallbeispiele aus der Medienpraxis bearbeiteten und ihre Lösungsansätze abschließend im Plenum präsentierten.
Darüber hinaus bot die Präsenz auf der MeStuTa eine wertvolle Gelegenheit, die Sichtbarkeit der Jugendpresse Rheinland in der studentischen Zielgruppe strategisch auszubauen. Durch die gezielte Weitergabe von Informations-materialien an die anwesenden Fachschaftsräte konnte sichergestellt werden, dass die Ange-bote des Verbandes nachhaltig an den jeweiligen Hochschulstandorten platziert werden.
Connect & Act
Demokratie für Jugendliche und junge Erwachsene erlebbar machen – das war das Motto des Events „connect & act: Vernetzen. Mitreden. Verändern“ in den Abenteuerhallen Kalk (Köln) am 25. Juni 2025.
Die Jugendpresse Rheinland war zwischen weiteren Organisationen, Initiativen und Projekten mit einem eigenen Stand vor Ort und ist mit den jungen Menschen ins Gespräch gekommen. Die Besucher*innen konnten an einem Online-Quiz zu den Themen Journalismus und Jugendpresse teilnehmen und sich über die Arbeit der Jugendpresse informieren. Im Vordergrund stand hierbei, die demokratische Teilhabe an der Gesellschaft durch Journalismus zu stärken.



Medienkarrieretag NRW
Der Karrieretag der Initiative Medienkarriere NRW in Düsseldorf ist ein zentraler Ort für die Vernetzung von journalistischem Nachwuchs und Medienpraxis – und damit ein wichtiger Baustein für gelingende Nachwuchsförderung.
Die Jugendpresse Rheinland war vor Ort präsent, um junge Menschen auf ihrem Weg in den Journalismus zu begleiten und ihnen konkrete Zugänge zur Medienbranche zu eröffnen. Im direkten Austausch mit Besucher*innen konnten wir unsere Angebote vorstellen, individuelle Perspektiven aufzeigen und Impulse für zukünftige Projekte aufnehmen. Der Karrieretag bot dabei einen niedrigschwelligen Zugang zur Branche: Neben Gesprächen an den Ständen ermöglichten Workshops und Fragerunden praxisnahe Einblicke in journalistische Berufsfelder und Karrierewege.
Die Teilnahme unterstreicht die Rolle der Jugendpresse Rheinland als verbindendes Element zwischen Nachwuchs und Medienpraxis. Sie trägt dazu bei, junge Menschen frühzeitig zu orientieren, zu stärken und nachhaltig für journalistische Arbeit zu gewinnen. Auch 2026 ist eine erneute Teilnahme geplant, um diese wichtige Schnittstelle weiter auszubauen.



Redaktionsbesuch bei SternTV
Der Redaktionsbesuch bei sternTV am 22. Oktober 2025 in den EMG Studios in Hürth ermöglichte Mitgliedern und Interessierten einen praxisnahen Einblick in die Produktion einer Live- Fernsehsendung.
Für sechs Teilnehmende im Alter von 16 bis 26 Jahren wurde sichtbar, wie komplex die Entstehung eines TV-Formats ist und welche redaktionellen, technischen und organisatorischen Abläufe in-einandergreifen, um eine Sendung termingerecht umzusetzen. Im direkten Austausch mit Mitarbeitenden verschiedener Gewerke konnten Fragen zu Arbeitsprozessen, Aufgabenbereichen und beruflichen Perspektiven gestellt werden.
Im Anschluss verfolgte die Gruppe die Live-Ausstrahlung vor Ort. Der abschließende Austausch bot zudem Raum für Vernetzung – sowohl unter den Teilnehmenden als auch mit Medienschaffenden und weiteren Gäst*innen.
Klausurtagung des Vorstands
Die Klausurtagung der Jugendpresse Rheinland fand vom 12. bis 14. September 2025 in Duisburg statt und diente der strategischen Weiterentwicklung der Vereinsarbeit.
Im Fokus standen die Planung anstehender Projekte sowie die Erarbeitung eines strukturierten Jahresplans für 2026. Darüber hinaus wurden neue Veranstaltungsformate konzipiert und inhaltliche Schwerpunkte für die zukünftige Arbeit definiert. Ein weiterer Bestandteil der Klausur war die Reflexion interner Strukturen. Insbesondere die Kommunikation und Zusammenarbeit im Vorstand wurden evaluiert, um Prozesse effizienter zu gestalten und die Arbeitsfähigkeit des Gremiums nachhaltig zu stärken. Ergänzend wurden Inhalte für die Social-Media- Kommunikation produziert, um die Außenwirkung des Vereins gezielt weiterzuentwickeln. Flankiert wurde das Wochenende durch Teambuilding-Maßnahmen, die den Zusammenhalt im Vorstand stärkten.
youmocracy in Köln
Im Rahmen der Veranstaltung youmocracy am 17. September 2025 beteiligte sich die Jugend-presse Rheinland aktiv an einem offenen Beteiligungsformat für junge Menschen, das politische Mitgestaltung und gesellschaftlichen Austausch in den Mittelpunkt stellte.
Gemeinsam mit weiteren Organisationen und engagierten jungen Menschen brachte die Jugendpresse Rheinland Perspektiven junger Medienschaffender in den Diskurs ein und beteiligte sich an der Entwicklung von Ideen für die Zukunft von Demokratie und Gesellschaft. Die Veranstaltung bot Raum für Diskussionen, Vernetzung und gemeinsames Brainstorming, dessen Ergebnisse perspektivisch in politische Entscheidungsprozesse eingebracht werden.
Darüber hinaus war die Jugendpresse Rheinland mit einem eigenen Stand vertreten und stand als Ansprechpartnerin für interessierte Teilnehmende zur Verfügung.
Winterfeier
Die traditionelle Winterfeier am 12. Dezember 2025 bot Raum für Austausch, Vernetzung und ein gemeinsames Jahresresümee. Mitglieder – unabhängig von ihrer bisherigen Erfahrung im Verein – kamen in einem offenen Rahmen zusammen.
Inhaltliche Schwerpunkte bildeten ein Jahresrückblick mit zentralen Entwicklungen und Kennzahlen sowie ein gemeinschaftliches Schrottwichteln. Ein von den Teilnehmenden und dem Vorstand gleichermaßen organisiertes Buffet rundete den Abend ab.
Jugendredaktion auf der gamescom
Die Jugendredaktion auf der gamescom 2025 der Jugendpresse Rheinland war erneut ein zentrales medienpädagogisches Leuchtturm-projekt. Über 25 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 26 Jahren arbeiteten unter herausfordernden Messebedingungen in professionellen redaktionellen Strukturen und erprobten journalistische Praxis entlang etablierter Arbeitsweisen der Medienbranche.

Die Teilnehmenden wählten eigenständig Schwerpunkte in den Bereichen Print- und Online-Journalismus, Social Media, Fotografie, Video, Moderation sowie Regie und Livestreaming. Im Rahmen eines vorbereitenden Workshop- Wochenendes wurden zentrale journalistische Kompetenzen vermittelt – darunter Recherche, Interviewführung, Berichterstattung, redaktionelle Planung sowie visuelle Aufbereitung von Inhalten. Auf der gamescom und dem Jugendforum NRW setzten die Teilnehmenden diese unmittelbar um und organisierten sich in einer eigenständig arbeitenden, ressortübergreifenden Redaktion.
Vor Ort übernahm die Jugendredaktion die vollständige Öffentlichkeitsarbeit für das Jugend-forum NRW und arbeitete entlang klar definierter redaktioneller Abläufe. Es entstanden journalistische Beiträge für das Messemagazin PAPIER und den begleitenden Online-Blog, Social-Media-Formate, fotografische Dokumentationen sowie Videobeiträge. Parallel verantwortete das Team die Moderation des Bühnenprogramms und realisierte einen professionellen Livestream über Twitch und YouTube, der zeitweise prominent auf der Startseite von gamescom now platziert war.
Im Fokus stand dabei nicht allein die Produktion von Inhalten, sondern das Verständnis journalistischer Qualität: Die Teilnehmenden setzten sich mit Kriterien wie Relevanz, Zielgruppenansprache, Einordnung und Verantwortung in der Berichterstattung auseinander. Sie lernten, mediale Inhalte nicht nur zu erstellen, sondern auch kritisch zu reflektieren – eine Schlüsselkompetenz im Umgang mit digitalen Öffentlichkeiten, Desinformation und sich wandelnden Medienlogiken.
Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigen, dass die Arbeit in der Jugendredaktion konkrete Impulse für Studien- und Berufsentscheidungen liefert und nachhaltiges Interesse an journalistischer Tätigkeit fördert. Die Wirkung des Projekts reicht über die Messe hinaus: Viele Teilnehmende bleiben langfristig im Netzwerk der Jugendpresse Rheinland aktiv, übernehmen Verantwortung als Mentor*innen oder in der Projektorganisation und gestalten Folgeprojekte aktiv mit. So entsteht ein nachhaltiger Wissenstransfer innerhalb der Organisation.
Die Fortführung und Weiterentwicklung des Projekts ist daher auch für die kommenden Jahre fest eingeplant.








Geschäftsführender Bundesvorstand
Erweiterter Bundesvorstand
- Moritz Bayerl
- Sophie Halley
- Alina Langreck
- Venja Puhr
- Duncan Wesseler
- Vanessa Wobb
- Florian Jansen
- David Khanzai
- Maximilian Simeth
Jugendpresse Rheinland e.V.
Verein junger Medienmachender in NRW
Im Mediapark 5 | c/o STARTPLATZ | 50670 Köln
www.jugendpresse.nrw | 0221 95491788
Redaktion
Moritz Bayerl, Sophie Halley, Alina Langreck,
Vanessa Wobb (redaktionell verantwortlich, Anschrift wie Herausgeber)
Layout
Vanessa Wobb





